Baufeuchteschäden - Wasserschäden

Sehr viele Wasserschäden haben eine gemeinsame Ursache:
Die Nichtbeachtung geltender technischer Regeln. Dabei ist jeder Planer, Unternehmer und Bauleiter lt. Gesetz dazu verpflichtet, nach diesen Regeln zu planen und zu arbeiten. Der sicherste Weg, um Wasserschäden zu vermeiden, ist daher das Bauen nach anerkannten technischen Regeln, die sich vor allem dadurch auszeichnen, dass sie sich langfristig in der Praxis bewährt haben.

Oftmals ist die Ursache von Wasserschäden, nämlich die Herkunft des Wassers mit dem freien Auge klar erkennbar. Es kann jedoch auch vorkommen, dass ein komplizierter, bautechnischer Wasserschaden vorliegt, bei dem ein Laie diesen Vorgang mitunter nur schwer nachvollziehen kann. Aus diesen Gründen ist es ratsam, einen Sachverständigen zu Rate zu ziehen.

In der Praxis kann es jedoch vorkommen, dass einige Unternehmen zahlreiche unterschiedliche Verfahren anbieten, was für die Betroffenen oft verwirrend ist und ihre Notlage in Bezug auf schnelles Handeln ausnützt. Weiters kann es vorkommen, dass unerfahrene Techniker Sanierungsmaßnahmen oder Geräte vorschlagen, die die Situation der Betroffenen nur wenig verbessern, im Gegensatz dazu aber einen hohen finanziellen Aufwand bedeuten.

Vernässungsschäden und die daraus resultierenden Folgeschäden gefährden langfristig die Bausubstanz. Weiters beeinträchtigen derartige Schäden auch die Wohnqualität und stellen auf längere Sicht betrachtet ein enormes Gesundheitsrisiko für die BewohnerInnen dar. Oftmals erweist es sich als schwierig, effiziente Sanierungsmaßnahmen bzw. Trockenlegungsmethoden zu finden. Ich kann Ihnen hierbei objektive Entscheidungshilfe bieten.

Bitte beachten Sie im Fall von Feuchteschäden folgende Hinweise:

  • Baufeuchteschäden müssen von einem Sachverständigen begutachtet werden!
  • Sie müssen effektiv saniert und nicht bloß kaschiert werden!
  • Für die Sanierung von Baufeuchteschäden sind unter anderem folgende Parameter wie z.B. Durchfeuchtungsgrad, Feuchteverlauf und Versalzung in den Wänden zu berücksichtigen.
  • Bitten Sie einen erfahrenen, unabhängigen Sachverständigen, eine Bestandsaufnahme des Gebäudes mit einer Schadensanalyse (evtl. inkl. Sanierungskonzept) vorzulegen.
  • Sanierungsmaßnahmen müssen fachgerecht durchgeführt werden.

Messanwendungen

Feuchtemessung durch das anerkannte CM Verfahren

An Ort und Stelle wird ein Prüfgut entnommen und direkt in der Mörserschale pulverartig zerkleinert. Danach wird mit einer Präzisionswaage eine vordefinierte Menge des Prüfgutes in eine Druck-Edelstahlflasche abgefüllt und eine Glasampulle mit Calciumcarbid hinzugefügt. Zusätzlich werden drei unterschiedliche Kugeln aus Stahl in die Flasche eingefügt, welche danach druckfest verschlossen wird. Durch das kräftige Schütteln der Flasche wird die Glasampulle von den Stahlkugeln zertrümmert und dadurch das Calciumcarbid freigesetzt. Das im Prüfgut enthaltene Wasser reagiert mit dem Calciumcarbid und es kommt zur Bildung von Acethylen, abhängig vom Wassergehalt des Prüfgutes. Infolgedessen kommt es innerhalb der Messflasche zu einem Druckanstieg. Neben dem Druck kann der Wassergehalt direkt am Manometer am Verschlussdeckel der Flasche abgelesen werden. Dieses Messverfahren wird vor Ort von mir angewendet.

Feuchtemessung durch die Darrmethode

Die gravimetrische Bestimmung oder auch Darrmethode ist die genaueste Methode zur Bestimmung des Wassergehaltes der Baustoffprobe. Bei diesem Verfahren wird das Prüfgut bis zur Erreichung des Gleichgewichtszustandes getrocknet (bis zu 48 Stunden). Die Trocknungstemperatur beträgt 105ºC ±5 K. Das daraus resultierende Durchfeuchtungsgradergebnis ist also das Verhältnis der Materialfeuchte zur maximalen Wasseraufnahmefähigkeit. Diese Messung führe ich in Kooperation mit einer Partnerfirma durch.

Feuchtemessung durch Handmessgeräte

Handmessgeräte zählen zu den zerstörungsfreien und zerstörungsarmen Messverfahren nach dem Widerstandsmessprinzip. Dieses Anwendungsverfahren mittels Handmessgeräten wird von uns vor Ort durchgeführt.

EFT-Leckageortungsverfahren

Das EFT® Leckageortungsverfahren (Electrical Flux Tracking-Leckortungsverfahren) wird zur Lokalisierung möglicher Wasserwegsamkeiten angewendet. Anwendungsbereiche: bei Bodenplatten, Wänden, Terrassen und Dichtbauwerken jeglicher Art als Ergebnis liegt ein flächiges Bild zu den unterschiedlichen angetroffenen Wegsamkeiten (Leckagen sowie Durchgänge vom Außen- in den Innenbereich) vor. Diese Messung führen wir in Kooperation mit unserer Partnerfirma durch.

Schimmel

Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit oder Materialfeuchtigkeit kann es zum Auftreten von Schimmelpilzen kommen. Aus diesem Grund ist Schimmel vor allem in Altbauten, aber auch in neuen Gebäuden ein allgegenwärtiges Problem. Insbesondere in Räumen, die täglich über einen längeren Zeitraum hinweg genutzt werden, wie z.B. Wohn-, Schlaf- oder Kinderzimmer, ist es unablässig, dieser Schimmelbildung durch entsprechende Maßnahmen entgegenzuwirken. Für die Ursachenfindung bzw. Sanierung von Schimmelschäden ist es empfehlenswert, einen Sachverständigen zu konsultieren, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen.

Raumklimadatenerfassung

Raumklima und Außentemperatur können mittels Datenloggern tabellarisch sowie grafisch erfasst und dokumentiert werden. Erfolgt diese Aufzeichnung in den Wohnräumen über einen längeren Zeitraum, so können diese Messparameter sehr aufschlussreich sein, da anhand dieser so gewonnenen Informationen Rückschlüsse auf vorhandene Bauschäden (z.B. Schimmelschäden, Kondensationsschäden, etc.) gezogen werden können. Diese Datenerfassung erfolgt von mir vor Ort mittels Datenlogger.